CHARTERBEDINGUNGEN

1. Begriffsdefinition

Charterer – Person, die den Chartervertrag unterfertigt.

Vermieter – GuideMedia e.U. – Betreiber von time4sail und time4sail.at

2. Charterpreis

Der Charterpreis umfasst die Nutzung der Yacht und ihrer Einrichtungen sowie die angeführten Extras und Nebenkosten. Im Preis nicht enthalten sind Hafen- und andere Gebühren sowie Wasser und alle Aufwendungen, die zum ordnungsgemäßen Betrieb und Instandhaltung der Yacht während der Charterdauer notwendig sind. Abweichungen der Ausstattung der Yacht von übergebenen Ausrüstungs- oder Inventarverzeichnissen berechtigen den Charterer nicht zu Preisabzügen, sofern alle für die Sicherheit und Fahrtüchtigkeit der Yacht wesentlichen Ausrüstungsgegenstände vorhanden sind.

Fehler bei der Berechnung des Mietpreises berechtigen nicht zum Vertragsrücktritt, sondern können entsprechend der gültigen Preisliste korrigiert werden. Werden An- und Restzahlung nicht termingerecht bezahlt, so ist der Vermieter berechtigt den Chartervertrag zu stornieren und über das Schiff anderweitig zu verfügen.

3. Zahlungsmodalität

Die Entrichtung des Charterpreises erfolgt in folgenden Teilzahlungen (2 Raten):
30% der Chartergebühr sind binnen 10 Tagen nach Vertragsabschluss fällig
70% der Chartergebühr sind spätestens 6 Wochen vor Charterbeginn zu zahlen

Die Zahlungen sind per Überweisung auf das Geschäftskonto des Vermieters unter Angabe der Vertragsnummer zu überweisen.

Erfolgen die vereinbarten Zahlungen nicht termingerecht, ist der Vermieter nach fruchtloser Mahnung berechtigt,
vom Chartervertrag zurückzutreten und die Yacht anderweit zu verchartern. Ausfallbeträge hat der Charterer zu ersetzen.
Der Vertrag wird gültig, wenn dem Vermieter ein unterschriebenes Vertragsexemplar innerhalb 10 Tagen nach Ausstellungsdatum eingereicht wird. Die vollständige Bezahlung der Charter an den Vermieter wird dem Charterer durch Übersendung des “Bordpasses” bestätigt.

4. Anreise

Die Anreise zum Charterantritt ist nicht Bestandteil dieses Vertrages. Verzögert sich der Antritt der Charter infolge verspäteter Ankunft des Charterers oder eines Crewmitgliedes, besteht kein Anspruch auf Kostenrückerstattung. Die Gesetze und Bestimmungen für Reisbürogewerbe haben für den Charterer und seine Crew keine Gültigkeit.

5. Kündigung durch den Charterer

a) Die Zeitspanne, für welche dieser Vertrag abgeschlossen wurde, kann nur mit Zustimmung des Vermieters und nach Maßgabe der Möglichkeiten geändert werden.

b) Dem Charterer wird das Recht eingeräumt, schriftlich von diesem Vertrag ohne Angaben zurückzutreten. In diesem Fall werden folgende Stornokosten verrechnet:

Rücktritt bis 61 Tagen vor Charterbeginn 20% des Preises
Rücktritt 60 bis 30 Tagen vor Charterbeginn 30% des Preises
Rücktritt 29 bis 7 Tagen vor Charterbeginn 60% des Preises
Rücktritt 6 Tage bis 24h vor Charterbeginn 80% des Preises
Nichterscheinen oder vorzeitiges Charterende 100% des Preises

Daher empfiehlt der Vermieter den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung. Der Vermieter wird sich im Falle eines Rücktritts bemühen die Yacht anderweitig zu vermieten. Wird die Yacht für den gesamten Termin zum vollen Mietpreis anderweitig vermietet, ist lediglich eine Bearbeitungsgebühr von Euro 100,- zu bezahlen, erfolgt eine Vermietung nur zu einem kürzeren Termin oder nur unter Gewährung eines Preisnachlasses, so ist der Differenzbetrag zum vollen Mietbetrag zuzüglich der oben angeführten Bearbeitungsgebühr zu bezahlen. Nachträgliche Terminänderungen oder Umbuchungen werden, wenn möglich berücksichtigt. Für dies ist jeweils eine Bearbeitungsgebühr von Euro 50,- zu entrichten.

c) Kann der Vermieter die Yacht oder einen geeigneten Ersatz (darunter ist eine in Größe und Ausstattung der ursprünglich gecharterten Yacht ähnliche Type zu verstehen) bis spätestens 48 Stunden nach dem vereinbarten Zeitpunkt nicht zur Verfügung stellen, hat der Charterer das Recht den Vertrag zu kündigen. In diesem Fall hat der Vermieter die vom Charterer geleisteten Zahlungen rück zu erstatten. Weitergehende Ansprüche des Charterers bestehen nicht. Steht bereits vor Charterbeginn fest, dass die Yacht nicht termingerecht zur Verfügung stehen wird, verpflichtet sich der Vermieter den Charterer darüber zu unterrichten, sobald er davon Kenntnis hat. In diesem Fall kann der Charterer bereits vor Charterbeginn vom Vertrag zurücktreten. Bis dahin geleistete Zahlungen des Charterers werden rückerstattet oder gutgeschrieben.

d) Ausfälle oder ungenaue Anzeigen von Messgeräten oder anderen Ausrüstungsgegenständen berechtigen nicht zu einem Nichtantritt oder Abbruch des Charters bzw. zu finanziellen Forderungen, wenn eine korrekte Navigation unter Anwendung klassischer Navigationsmethoden möglich ist und die Sicherheit von Schiff und Mannschaft nicht gefährdet ist.

6. Übernahme der Yacht

Bei Übergabe der Yacht erhält der Charterer / Schiffsführer eine Inventar-Checkliste aller Ausrüstungsgegenstände. Anhand dieser Checkliste überprüft der Charterer aller Ausrüstungsgegenstände auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit. Im Anschluss gehen Vermieter und Charterer gemeinsam durch die vom Charterer abgearbeitete Checkliste und klären offene Punkte. Die Übergabe der Yacht gilt als abgeschlossen, wenn die Kaution hinterlegt und die Inventar-Checkliste vom Charterer unterschrieben wurde. Eventuelle Beanstandungen müssen vor Törnbeginn dem Vermieter oder seinem Beauftragten am Liegeplatz der Yacht gemeldet werden.

Chartern Sie die Yacht zum ersten Mal, ist die Buchung einer einstündigen Einschulung verpflichtend.

7. Versicherung und Selbstbehalt

a) Die Prämie für die notwendige Haftpflicht sowie eine Kaskoversicherung ist im Charterpreis enthalten, wobei bei der Kaskoversicherung ein Selbstbehalt in der im Vertrag angeführten Höhe (Selbstbehalt/Kaution) besteht.

b) Die Versicherung deckt überdies in keinem Fall Folgeschäden, Mietausfälle, Unfälle mitgeführter Personen sowie Verluste oder Beschädigungen von deren persönlichen Gegenständen. Wir empfehlen den Abschluss entsprechender Versicherungen

c) Voraussetzung für eine Leistung der Versicherung im Schadensfall ist, dass der Schaden nicht durch grobe Fahrlässigkeit verursacht worden ist und die Leistungspflicht von der Versicherung anerkannt wird.

8. Benützung der Yacht, Verpflichtungen, Schäden

a) Der Charterer versichert, dass er den für das Fahrtgebiet entsprechenden Sportbootführerschein (Segelschein A) besitzt oder von einem Crewmitglied als Schiffsführer mit entsprechendem Befähigungsnachweis begleitet wird.

b) Der Charterer (Schiffsführer) erklärt, die Yacht unter Berücksichtigung guter Seemannschaft sowie unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen zu benützen.

c) Wenn sich bei der Übernahme mit Einweisung in die Yacht bzw. bei einer Probefahrt herausstellt, dass der Schiffsführer nicht die erforderlichen Kenntnisse zur sicheren Führung der Yacht hat, wird dem Charterer auf seine Kosten ein Skipper beigestellt.

d) Der Charterer bzw. der von ihm benannte Schiffsführer verpflichtet sich weiters: Nur die maximale zulässige Anzahl von Personen mitzuführen (6 Personen) und jede Änderung der Crew dem Vermieter mitzuteilen. Die Yacht weder geschäftlich noch für Transporte bzw. Personenbeförderung oder zum professionellen Fischfang zu benützen und die Yacht nicht weiter zu verchartern, nicht an Wettfahrten teilzunehmen, außer mit ausdrücklicher Zustimmung des Vermieters. Das Logbuch einschließlich Aufzeichnungen über Wetterberichte und die aktuelle Wettersituation sorgfältig zu führen und nur solange unter Maschine zu fahren als dies nötig ist. Die Ladung darf 50% nicht unterschreiten. Aus einem geschützten Hafen nur auszulaufen, wenn Wetterbericht und Seegang es zulassen bzw. einen geschützten Hafen nicht bei Windstärke über 7 Beaufort zu verlassen.
Der Charterer (Schiffsführer) verpflichtet sich außerdem den Vermieter hinsichtlich aller durch ihn verursachten Ansprüche Dritter in Zusammenhang mit der Benützung der Yacht schad- und klaglos zu halten.

e) Bei Schäden an der Yacht durch normale Materialabnützung ist der Charterer (Schriftführer) berechtigt, die Reparatur oder den Ersatz zu veranlassen, wenn der Betrag nicht mehr als Euro 100,- ausmacht. Diese Ausgabe wird bei der Rückkehr nach Vorlage der Rechnung zurückbezahlt, wenn die Schäden nicht auf einen Fehler oder eine Fahrlässigkeit des Charterers (Schiffsführers) oder seiner Crew zurückzuführen sind. Ausgetauschte Teile sind aufzubewahren

f) Bei größeren Schäden sowie bei Havarien, möglicher Verspätung, Verlust oder Manövrierunfähigkeit der Yacht, ist der Vermieter unverzüglich zu benachrichtigen. Der Charterer (Schiffsführer) hat alles zu unternehmen, was der Minderung des Schadens und der Folgeschäden (wie Ausfall usw.) dienlich ist. Der Charterer (Schiffsführer) hat außerdem ein Schadensprotokoll anzufertigen und von den zuständigen Behörden bestätigen zu lassen. Erfüllt der Charterer (Schiffsführer) diese Formalität nicht, kann er zur Bezahlung des Schadens in voller Höhe herangezogen werden. Das gilt auch für den Fall einer Beschlagnahme der Yacht aus Verschulden des Charterers (Schiffsführers). Besteht Anlass zur Vermutung einer Beschädigung der Yacht im Unterwasserbereich ist der nächste Hafen anzulaufen.

g) Der Diebstahl der Yacht oder von Ausrüstungsgegenständen ist auf der nächstgelegenen Polizeistation anzuzeigen. Darüber hinaus ist der Vermieter unmittelbar davon in Kenntnis zu setzen.

h) Veränderungen an der Yacht oder ihrer Ausrüstung dürfen nicht vorgenommen werden, außer sie sind zur Behebung eines Schadens zwingend erforderlich.

i) Die Mitnahme von Tieren ist nur mit Zustimmung des Vermieters erlaubt.

j) Die Yacht ist mit einem GPS-Tracker ausgestattet und somit im Notfall schnell ortbar.

9. Rückgabe der Yacht

a) Der Charterer muss zu dem in diesem Vertrag festgelegten Zeitpunkt in den vereinbarten Hafen zurückkehren. Bei der Zeitplanung müssen auch Schlechtwetter oder andere widrige Umstände berücksichtigt werden. Kann der Charterer die Yacht nicht selbst zurückbringen, muss er den Vermieter benachrichtigen und die Yacht durch eine von diesem benannte Person, auf eigene Kosten und Risken rücküberstellen lassen. Bis zur Übernahme durch diese verpflichtet sich der Charterer, eine ausreichend qualifizierte Person auf dem Schiff zu lassen. Der Chartervertrag ist erst nach der ordnungsmäßigen Rückgabe der Yacht beendet.

b) Jeder Verspätungstag zieht eine Entschädigungszahlung in der Höhe des doppelten Tagestarifes der Chartergebühr nach sich.

c) Nach seiner Rückkehr muss der Charterer mit dem Vermieter einen Termin für die Rückgabe der Yacht vereinbaren. Bis zu diesem Termin muss die gesamte Crew inkl. ihrem Gepäck die Yacht verlassen haben. Die Zeit für Reinigung und Inventur ist Bestandteil der im Vertrag festgesetzten Mietdauer.

d) Ist die Yacht bei Rückgabe nicht gründlich gereinigt, ist der Vermieter berechtigt, die Reinigung auf Kosten des Charterers ausführen zu lassen. Ist die „Endreinigung“ im Charterpreis enthalten, bedeutet dies, dass der Charterer die Yacht „besenrein“ und mit sauberem Geschirr zu übergeben hat.

e) Wird die Yacht und ihre Ausrüstung in gutem Zustand, sauber und komplett übergeben, wird dem Charterer die hinterlegte Kaution rückerstattet. Hierüber wird ebenfalls ein Protokoll verfasst (Checkliste), das durch Unterzeichnung durch Charterer und Vermieter verbindlich ist.

f) Der Verlust von Ausrüstungsgegenständen der Yacht sowie Schäden sind vom Charterer bei der Rückgabe zu bezahlen. Dazu wird die hinterlegte Kaution herangezogen.

g) Sind Reparaturen erforderlich, muss der Charterer nach Abstimmung mit dem Vermieter so vorzeitig zurückkehren, dass die Reparatur vor Beginn des Folgecharters durchgeführt werden kann. Sind die Schäden vom Vermieter zu vertreten, werden die Chartergebühren für die Ausfallszeit rückerstattet. Weitergehende Ersatzansprüche (z.B. Übernachtungskosten) des Charterers sind ausgeschlossen.

h) Ist die Beschädigung oder der Verlust ein Versicherungsfall, wird die Rückgabe der Kaution bis zur Ersatzleistung durch die Versicherung aufgeschoben. Die Rückerstattung erfolgt nach Abzug des Selbstbehaltes und aller durch den Schadensfall verursachten zusätzlichen Kosten wie z.B. Spesen, Reisekosten, Aufsicht, Protokolle usw.

i) Schadensersatzansprüche des Charterers an den Vermieter müssen bei der Rückgabe der Yacht schriftlich geltend gemacht werden und sind spätestens 14 Tage nach Beendigung der Charter schriftlich an den Vermieter zu stellen. Spätere Forderungen können nicht anerkannt werden.

10. Mindestalter

Bei Einzelpersonen muss jedes Crewmitglied mindestens 18 Jahre alt sein. Jugendliche ab 14 Jahren können in Begleitung ihrer Eltern/Erziehungsberechtigten teilnehmen. Ausnahmen sind nach Absprache möglich.

11. Datenschutz

Der Charterer ist damit einverstanden, dass die für die Durchführung des Chartervertrages notwendigen Daten gemäß den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes elektronisch gespeichert werden.

12. Vorbehalte des Vermieters

Der Vermieter behält sich das Recht vor, den Schiffahrtsbereich bei unsicheren oder ungewöhnlichen Navigationsbedingungen zu begrenzen oder ein Nachtsegelverbot auszusprechen und lehnt jede Verantwortung für die Folgen einer Missachtung dieser Einschränkungen durch den Charterer (Schiffsführer) ab. Das Fahrtgebiet darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Vermieters überschritten werden. Einschränkungen aus Sicherheitsgründen sind zulässig.

13. Haftung und Gerichtsstand

Alle Streitfälle zwischen Charterer und Vermieter sind direkt zwischen diesen Vertragspartnern zu regeln. Zuständig sind eventuell vorhandene Schlichtungsstellen und Gerichte am Sitz des Vermieters. Für alle Streitfälle, die nicht vor Ort geklärt werden können, gelten österreichisches Recht und Gerichtstand Wien als vereinbart. Weitergehende Ansprüche können weder vom Charterer noch vom Vermieter geltend gemacht werden. Sind einzelne Teile dieses Vertrages nichtig oder unwirksam, bleiben die davon unberührten Vertragsteile gültig. Nebenabreden oder Änderungen müssen schriftlich bestätigt werden.